Prompt Chaining
PromptingTechnik, bei der mehrere Prompts sequenziell verkettet werden — die Ausgabe eines Schritts wird zur Eingabe des nächsten — für komplexe mehrstufige Aufgaben.
Was ist Prompt Chaining?
Prompt Chaining (Prompt-Verkettung) ist eine Architekturstrategie für KI-Anwendungen, bei der eine komplexe Aufgabe in mehrere kleinere Teilaufgaben zerlegt wird. Jede Teilaufgabe wird durch einen separaten Prompt gelöst, und die Ausgabe eines Schritts fließt als Eingabe in den nächsten Schritt ein.
Diese Methode überwindet eine zentrale Schwäche großer Sprachmodelle: das gleichzeitige Bearbeiten sehr umfangreicher oder mehrstufiger Anfragen. Durch Zerlegung wird jeder Schritt fokussierter, die Qualität steigt, und Fehler lassen sich leichter lokalisieren.
Typische Kettenstrukturen
Prompt Chaining kann in verschiedenen Mustern aufgebaut werden:
- Sequenziell: Schritt A liefert Input für Schritt B, B für C usw.
- Verzweigend: Mehrere parallele Ketten werden am Ende zusammengeführt
- Iterativ: Eine Kette läuft in Schleifen bis zu einem Zielzustand
- Bedingt: Der nächste Prompt hängt vom Ergebnis des vorherigen ab
- Hybridform: Kombination aus Chaining und Self-Refine für mehrstufige Qualitätssicherung
Beispiel: Dokumentenverarbeitung
Ein Vertrag wird zunächst zusammengefasst, dann werden Risikopunkte extrahiert, anschließend priorisiert und schließlich als Handlungsempfehlungen formuliert — vier verknüpfte Prompts, jeder mit klarem Fokus.
Relevanz für den Mittelstand
Prompt Chaining ist die Grundlage für professionelle KI-Workflows im Unternehmen. Wer komplexe Geschäftsprozesse automatisieren möchte, kommt an dieser Technik nicht vorbei. Moderne KI-Entwicklungsplattformen wie LangChain oder n8n unterstützen Prompt Chaining mit visuellen Editoren. Auch ohne Programmierkenntnisse lassen sich einfache Ketten in No-Code-Tools aufbauen und für Standardprozesse wie Angebotserstellung oder Berichtsgenerierung nutzen.
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