Classification
KlassifikationKI-Aufgabe, Daten in vordefinierte Kategorien einzuordnen. Beispiel: E-Mail als Spam oder Nicht-Spam klassifizieren.
Was ist Classification?
Classification (Klassifikation) ist eine grundlegende Aufgabe des maschinellen Lernens, bei der ein Modell Eingabedaten vordefinierten Kategorien zuordnet. Typische Beispiele sind die Erkennung von Spam in E-Mails, die Einstufung von Kundenbewertungen als positiv oder negativ oder die Zuordnung von Support-Tickets zu Fachabteilungen. Classification gehört zum überwachten Lernen, da das Modell anhand von Beispielen trainiert wird, bei denen die korrekte Kategorie bekannt ist.
Wie funktioniert Classification?
Bei der Klassifikation lernt ein Modell aus gelabelten Trainingsdaten Muster, die für bestimmte Kategorien charakteristisch sind. Man unterscheidet drei Varianten: Bei der binären Klassifikation gibt es genau zwei Klassen (z.B. Spam/Nicht-Spam). Bei der Multiklassen-Klassifikation ordnet das Modell jede Eingabe genau einer von mehreren Kategorien zu (z.B. Produktkategorie). Bei der Multilabel-Klassifikation können mehrere Labels gleichzeitig zutreffen (z.B. ein Artikel kann sowohl als „Technologie" als auch als „Wirtschaft" gelabelt werden). Die abschließende Schicht des Modells verwendet häufig eine Softmax-Funktion, die Wahrscheinlichkeiten für jede Klasse ausgibt. Moderne Large Language Models können Klassifikation auch ohne spezielles Training durchführen: Per Zero-Shot-Prompting weist man das Modell an, einen Text einer vorgegebenen Kategorie zuzuordnen.
Warum ist Classification wichtig?
Classification ist eine der am häufigsten eingesetzten KI-Anwendungen in Unternehmen, weil sie viele manuelle Sortier- und Zuordnungsaufgaben automatisiert. Ob Dokumentenrouting, Betrugserkennung im Zahlungsverkehr, automatische Kategorisierung von Produktbewertungen oder die Priorisierung von Kundenanfragen – überall dort, wo Daten in Kategorien eingeteilt werden müssen, spart Classification Zeit und reduziert Fehler. Dabei lassen sich je nach Anwendungsfall schlanke, spezialisierte Modelle wie BERT oder flexible generative Modelle einsetzen.
Verwandte Begriffe
Supervised Learning, Label, Sentimentanalyse, Zero-Shot Learning, Clustering, BERT
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